10.07.2010
Diesmal habe ich mein schweres Stativ zuhause gelassen. Bei dieser Hitze und angesichts der geplanten Höhenmeter habe ich diese Entscheidung nicht bereut. Mit Arbeitskollegen ging es auf dem Berliner Höhenweg von der Berliner Hütte über die Greizer zur Kasseler Hütte. Trotz hohen Temperaturen war der Übergang über die Mörchenscharte aufgrund von Schneefelder unpassierbar und so stiegen wir vom nächsten Tal aus zur Greizer Hütte auf.

Es ging nur ein Teil meines Plans auf, die sich im Schwarzsee spiegelnden zum Sonnenaufgang rot beleuchteten Berggipfel, zu fotografieren. Die größte Hürde bei solchen fotografischen Ambitionen ist zunächst immer das Losgehen, diesmal um 5 Uhr früh. Begleitet von Tina, einer Freundin, schockierte uns eineinhalb Stunden später der Anblick des zugefroreren Sees. Nachdem wir keine Schlittschuhe dabei hatten blieb uns also nur den Erfolg zu feiern, uns losgerissen und unser Ziel erreicht zu haben. Die besten Bilder gelingen zu den unsäglichsten Zeiten: wenn man schlafen will oder wenn man keine Lust mehr hat. Losgehen ist das A und O.

Ich freue mich schon auf weitere Hüttentouren, bei denen ich mehr Zeit für die Fotografie einplanen werde…

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